Informationen über Erkrankungen

Bevor Sie die nachfolgenden Punkte sich durchlesen, sei ausdrücklich erwähnt, dass nicht alle aufgeführten Erkrankungen den Irish Wolfhound zwingend betreffen. Wir haben nur eine Auflistung von Erkrankungen aufgeführt, nach denen wir zunehmend gefragt werden. Die heutige Zeit erlaubt es den Käufern sich allumfassend vorab zu informieren – leider sind nicht alle Informationen sinnvoll. Der Züchter Ihrer Wahl wird Ihnen die möglich auftretenden Erkrankungen und deren Behandlung der Rasse erklären!

1.) Lebershunt (PSS – Portosystemischer Shunt)
Der Lebershunt ist eine meist angeborene Fehlbildung, bei der es zur Störung der Leberdurchblutung kommt. Das Blut aus dem Darm umgeht das Lebergewebe, und wird durch ein Gefäß („Shunt“) direkt zur Hauptvene geleitet. So wird das Blut nicht „entgiftet“, die Tiere zeigen Symptome einer inneren Vergiftung.

Die Symptome sind vielfältig, die meistens (aber nicht immer!) schon im Welpenalter auffallen. Betroffene Tiere sind oft kleiner als ihre Wurfgeschwister. Sie können Verhaltensänderungen, Speicheln, Krämpfe, Erbrechen, unklares Lahmen, untypisches Fell, vermehrte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Harnwegserkrankungen, Blindheit oder Abmagerung zeigen, oder auch nur durch Trägheit auffallen.

Die moderne Medizin ermöglicht verschiedene Formen der Operation (u.a. durch Lasertechnik), aber wir lehnen das ab. Es ist nach wie vor ein unklarer genetischer Erbgang. Diese Welpen sollte und muss man gehen lassen! Verantwortungsvolle Züchter schließen die betroffene Linie.

Lassen Sie sich den Shunt-Test des gesamten Wurfes Ihres Welpen zeigen!

Der Shunt-Test wird z.Zt. noch nicht vom Verband verlangt.
Alle unsere Welpen werden bereits seit 2004 auf PSS getestet!

2.) HD (Hüftdysplasie)
Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie des Hundes (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Betroffen sind sämtliche Hunderassen. Die HD ist zu großen Teilen genetisch bedingt, weshalb viele Zuchtverbände die HD-Freiheit zur Zuchtzulassung fordern. Da falsche Ernährung und Haltung die Ausprägung und das Fortschreiten der Krankheit begünstigen können, handelt es sich um ein multifaktorielles (von vielen Faktoren abhängiges) Geschehen.

Das Röntgen auf Hüftdysplasie ist bei den Irish Wolfshounds, die im VDH/DWZRV gezüchtet werden, seit einiger Zeit nicht mehr vorgeschrieben. Die Ergebnisse der langjährigen Röntgenpflicht ergaben, dass HD kein Problem bei dieser Rasse darstellt. Nur importierte Hunde werden nach wie vor auf HD geröntgt.

3.) ED (Ellenbogendysplasie)
Die Ellenbogengelenksdysplasie (ED) ist ein chronisch verlaufender Krankheitskomplex des Ellenbogengelenks schnellwüchsiger Hunderassen. Die ED stellt eine vererbte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar. Hohes Körpermassewachstum und Fütterungsfehler sind weitere begünstigende Faktoren. Die ED beginnt in der späten Wachstumsphase bei vier bis acht Monate alten Jungtieren mit einer schmerzhaften Veränderung des Gelenks und der gelenkbildenden Knochenteile mit Lahmheit. Der Bewegungsumfang des Ellenbogengelenks ist eingeschränkt. Frühzeichen sind Steifigkeit am Morgen oder nach Ruhepausen. Die Krankheit schreitet lebenslang fort und ist nicht heilbar, eine weitgehende Schmerzfreiheit kann aber in vielen Fällen erreicht werden.

Beim Irish Wolfhound gibt es aber auch die wachstumsbedingte Osteomyelitis oder Panostitis – bitte nicht mit ED verwechseln!

Für den Irish Wolfhound gibt es keinen genetischen Test auf ED!

Ihr Züchter gibt Ihnen sicher dazu genauere Hinweise.

4.) Pneumonie (Lungenentzündung)
Die Lungenentzündung beim Irish Wolfhound ist eine schwere und schnell lebensbedrohliche Erkrankung. Es geht schlimmstenfalls um Stunden! Schon eine Erkältung oder ein Zwingerhusten kann beim IW sofort in eine Lungenentzündung umschlagen. Ein weiteres Problem der Rasse ist, dass die „Standard-Behandlung“ einer Pneumonie möglicherweise für den IW nicht ausreichend ist, um den Hund zu retten. Die Impfung gegen Zwingerhusten ist nicht wirkungsvoll. Es gibt jedoch wirksame Medikamente, die bei einer Lungenentzündung eingesetzt werden können.

Diese wichtigen Informationen sollte Ihnen Ihr Züchter geben.

5.) Epilepsie
Die Epilepsie bei Hunden ist eine Erkrankung, bei der die Nervenzellen im Gehirn übermäßig erregt sind. Tierärzte unterscheiden die primäre Epilepsie bei Hunden von einer sekundären Epilepsie. Die primäre Epilepsie bei Hunden ist eine Erbkrankheit.

Bei einer sekundären Epilepsie bei Hunden ist eine andere Grunderkrankung die Ursache für die epileptischen Krämpfe. Beispielsweise können eine Entzündung des Gehirns, eine Leber- oder Nierenerkrankung, generell Erkrankungen der inneren Organe, oder Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System eine sekundäre Epilepsie bei Hunden auslösen. Bei jungen Hunden kann ein sogenannter Shunt vorliegen, infolge dessen können die Vergiftungen die gleichen Symptome auslösen. Auch Erkrankungen des Gehirns lösen Krämpfe aus. Missbildungen, Traumata nach Unfällen mit schweren Verletzungen, ebenso wie eine Störung im Salz- und Wasser-Haushalt des Hundes, schwere Entzündungen oder Tumore sind weitere mögliche Ursachen für Epilepsie bei Hunden.

Diese Erkrankung ist bei den Irish Wolfhounds nur in Einzelfällen bekannt.

6.) Dilatative Cardiomyopathie (DCM oder DKM)
Die dilatative Cardiomyopathie (DCM) ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der dieser sich erweitert (dilatiert) und eine schlechte Kontraktion (schlechte Pumpleistung) zeigt. Man unterscheidet auch hier eine primäre (vermutlich genetische) Form und eine sekundäre Form.

Die sekundäre Form ist eine Folge einer primären Ursache: z.B. Herzmuskelentzündungen (Myokarditis), nach einer Lungenentzündung oder Gabe von Medikamenten (z.B. Chemotherapie mit Doxorubicin). Auch Mangelerscheinungen durch unausgewogene Fütterung oder Resorptionsstörungen im Darm können die Entstehung einer DCM fördern. V.a. Carnitin- und Taurinmangel (beides sind Aminosäuren und damit Eiweißbausteine) sind da zu erwähnen.

Die Irish Wolfhounds müssen bevor sie in die Zucht gehen, durch einen Herzultraschall untersucht werden. Viele Züchter machen den Herzultraschall aber auch bei ihren Tieren, wenn sie schon gar nicht mehr in der Zucht sind.

7.) Osteosarkom (Knochenkrebs)
Das Osteosarkom (OSA) zählt zu den primären Knochentumoren. Dies bedeutet, dass der Tumor im Knochen entsteht und nicht in den Knochen metastasiert. Einige Tumore können in den Knochen metastasieren, daher ist es wichtig, primäre Knochentumore von metastatischen Beteiligungen zu unterscheiden.
Sie befallen meist die langen Röhrenknochen wie den Oberschenkelknochen (Femur) und Oberarmknochen (Humerus).Diese Tumorart zeigt eine hohe Metastasierungsrate in andere Körperteile, vornehmlich in den regionalen Lymphknoten, Lunge und andere Knochen.
Der Irish Wolfhound zeigt sich in den Statistiken mit Knochenkrebs als die häufigste Todesursache.

8.) Tumore / Krebs
Krebs ist längst zu einer der häufigsten Todesursachen beim Hund (egal welche Rasse!) geworden. Futter, Haltung, Zucht und die Umwelt tragen mit dazu bei, dass die vielfältigen Tumorerkrankungen oder der Krebs die Oberhand gewinnen.

Hierzu möchte ich keine weiteren Ausführungen machen, weil es viel zu umfangreich wäre und nicht zwingend rassespezifisch für den Irish Wolfhound ist – es betrifft leider alle Hunderassen!

9.) Lebenserwartung
„Der wird ja nur 5 oder 6 Jahre.“ Leider eine weit verbreitete Meinung.
Falsch! Viele Irish Wolfhounds erreichen durchaus 8-10 Jahre und darüber hinaus.

Bei Unklarheiten und Fragen ist immer Ihr Züchter Ihr Ansprechpartner!